Hilfsmittel Erfahrungsbericht

Paraclimberin auf Weltniveau – trotz spastischer Tetraparese!

Karin Pütz
Karin Pütz6.1.2026 • Lesedauer: 10 Min.
Paraclimberin auf Weltniveau – trotz spastischer Tetraparese!

Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen

Sie arbeitete in ihrem Traumjob (Leiterin einer Kinderkrippe), hatte einen Partner an ihrer Seite – mit Anfang Zwanzig glaubte Jasmin Plank (@jasmin_paraclimbing) (geboren: 23.08.1988, in Hall/Österreich) angekommen zu sein in einem Leben, das sie liebte. Doch binnen kürzester Zeit verlor sie alles, was bis dahin ihren Alltag ausgemacht hatte, denn Jasmin erfuhr, dass sie chronisch krank ist. Die Diagnose lautete: spastische Tetraparese, eine unvollständige Lähmung aller vier Extremitäten. Mit Mut, Entschlossenheit und einer guten Portion Sturheit – so nennt es Jasmin selbst – nahm sie den Kampf gegen die Krankheit auf. „Du musst das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“, ist für sie viel mehr als ein Motto. Dieser Satz ist ihr Leben. An jedem einzelnen Tag. Heute ist sie Teil des österreichischen Nationalteams im Paraclimbing, Vizeweltmeisterin 2023 und 2025 und Europameisterin 2024. Am 12. Juli 2024 verlieh ihr der österreichische Bundespräsident Van der Bellen in der Hofburg Wien das Silberne Ehrenzeichen um Verdienste für die Republik Österreich. Mir hat sie ihre Geschichte erzählt:

Lange bin ich ahnungslos gewesen

Eigentlich hätte es gerade nicht besser laufen können. Bis zu meinem 24. Lebensjahr schien es, als sei ich vollkommen gesund. Ich hatte meine beruflichen Ziele erreicht – war Leiterin einer Kinderkrippe. Auch privat war ich glücklich und befand mich in einer festen Beziehung.

Doch dann kam dieser eine Tag, der alles veränderte. Plötzlich konnte ich Schilder nicht mehr richtig erkennen. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Sehnerv-Entzündung am linken Auge. Was ich zunächst nicht ahnte – sie läutete das unwiderrufliche Ende meines bisherigen Lebens ein. Denn bei der Sehnerv-Entzündung handelte es sich um den ersten Schub einer ganz anderen, tückischen Erkrankung. Meine bewusste Krankengeschichte begann und die Unbeschwertheit verschwand. Für immer.

Heute weiß ich: Schon viel früher hatte es Hinweise gegeben, dass etwas nicht stimmte. Doch ich hatte die Anzeichen nicht wahrgenommen, sie für harmlos gehalten oder schlicht ignoriert. Ein Beispiel: Obwohl ich immer schon sportlich war, fiel es mir als Kind extrem schwer, Fahrradfahren zu lernen. Ich empfand es als mühsam und ungeheuer anstrengend. Das ging so weit, dass ich das Fahrradfahren irgendwann regelrecht hasste. Gut möglich, dass mein Körper da bereits wusste, was mein Geist zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte …

Plötzlich lag mein Leben in Scherben

Kurz nach der Sehnerv-Entzündung kam der zweite Schub – allerdings äußerte er sich etwas schleichend. Erst versagten mir meine Beine nach dem Sport, wenig später knickten sie mir auch beim Gehen weg. Die spastische Lähmung war in meinen Beinen angekommen! Die Erkenntnis traf mich wie ein Schlag ins Gesicht: Mein Leben wird nie wieder so sein wie vorher. Die Endgültigkeit dieser Tatsache ließ sich nicht mehr verdrängen oder schönreden. Genauso wenig wie die Diagnose, die ich schließlich erhielt. Sie lautete: spastische Tetraparese, eine in meinem Fall genetisch bedingte, unvollständige Lähmung aller vier Extremitäten.

Wichtige Infos

Was ist spastische Tetraparese?
  • Unter einer Tetraparese wird die Lähmung (Parese) aller vier Extremitäten verstanden. Bei einer vollständigen Lähmung ohne jegliche willkürliche Restaktivität spricht man von einer Tetraplegie. Liegt eine spastische Lähmung vor, so ist die Rede von einer Tetraspastik.

  • Bei einer spastischen Lähmung sind einzelne oder mehrere Muskeln dauerhaft verkrampft. Dazu kommt es, wenn das Gehirn oder Rückenmark geschädigt wurde. Viele Betroffene können sich nicht so bewegen, wie sie wollen, und sind dadurch oft im Alltag stark eingeschränkt. Eine spastische Lähmung ist nicht heilbar. Mithilfe unterschiedlicher Therapieverfahren können aber Beschwerden gelindert werden, sodass viele Betroffene ihren Alltag dennoch gut meistern können.

Mein Kampfeswille holte mich aus dem Tief

Ich hatte geglaubt, mich könne so schnell nichts umhauen, doch die Tatsache, dass ich an einem Gendefekt litt – etwas, wogegen ich absolut machtlos war – das machte mich fertig. Dieses Gefühl der Hilflosigkeit war neu für mich und legte einen Schatten über meine Seele. Doch es dauerte nicht lange, dann beschloss ich, dagegen anzukämpfen. Immer wieder machte ich mir klar: Vor der Diagnose hatte ich nicht gewusst, was mir die Zukunft bringen würde. Ich lebte im Hier und Jetzt. Auch jetzt wusste ich nicht, wann der nächste Schub kommt und wie schnell sich meine Krankheit weiterentwickeln würde. Tatsächlich war die Ungewissheit also gar nicht neu. Ich beschloss, so weiterzumachen wie zuvor – ohne den ständigen Gedanken an die Zukunft. Natürlich war mir klar, dass ich mir neue Wege bahnen und Dinge würde finden müssen, die mir helfen würden, weiterhin einen erfüllten und glücklichen Alltag zu haben. Dazu war ich nicht nur bereit, ich war entschlossen, diese Herausforderung anzunehmen. Endlich glaubte ich wieder daran, aktiv etwas bewirken zu können, trotz meiner schwierigen Voraussetzungen.

Ein Stich mitten ins Herz

Die Krankheit war schon schlimm genug, beinahe ebenso sehr traf mich jedoch die Tatsache, dass mich mein damaliger Partner nach dem zweiten Schub sang- und klanglos verließ. Er kam nicht damit klar, dass ich krank bin.

Mich hat das innerlich zerrissen. Gerade als ich meinen Partner am meisten gebraucht hätte, ließ er mich im Stich. Es sollte nicht das einzige Mal bleiben, dass ich auf schmerzhafte Weise erfuhr, wie ersetzbar ich bin.

Ich wollte keine Heimlichkeiten

Mit meinem Chef in der Kinderkrippe (ich war dort die Leitung) hatte ich immer offen gesprochen. Das änderte sich auch mit der Diagnose nicht. Mir war es wichtig, ehrlich zu ihm zu sein und mir fiel ein Stein vom Herzen, als er zunächst sehr verständnisvoll reagierte: „Machen Sie sich keine Sorgen, wir kriegen das schon hin“, versicherte er mir. „Hier bei uns wird es für Sie immer einen Job geben.“ Diese Worte machten mir Hoffnung. Ich liebte meine Arbeit in der Krippe, steckte meine ganze Kraft dort hinein – und bekam von den Kindern unendlich viel zurück.

Als die Schübe zunahmen und stärker wurden, wurde mir in der Kinderkrippe eine Assistentin an die Seite gestellt. Sie übernahm all jene Dinge, die mir mittlerweile schwerfielen. Zunächst funktionierte das recht gut. Ich war voller Hoffnung, dass es so bleiben würden. – Leider stellte sich das als Irrtum heraus. Aber noch war es nicht so weit …

Der Sport kehrte in mein Leben zurück

Als ich mich im März 2016, nach dem bis dahin stärksten Schub, in der Reha befand, erkannte ich, wie sehr ich den Sport vermisste, dem ich früher mit großer Begeisterung nachgegangen war. Besonders beim Inlineskaten bekam ich immer den Kopf frei – diese kurzen Auszeiten wünschte ich mir zurück.

Allerdings hatten mir die Ärzte seit meiner Diagnose vom Sport abgeraten. Er würde meinen Körper stressen, die Symptome verschlimmern und vielleicht sogar das Voranschreiten der Erkrankung beschleunigen. Bisher hatte ich mich an den ärztlichen Rat gehalten, doch nun ging ich meinen eigenen Weg. Ich war einfach nicht länger bereit, meinen Körper „im Schonprogramm“ laufen zu lassen! Viel wichtiger war es mir, dass meine Psyche stabil blieb – und sie schrie geradezu nach Sport! Mein Bauchgefühl sagte mir sogar, mein Gesundheitszustand würde sich wahrscheinlich schneller verschlechtern, wenn ich dem Bedürfnis nach Sport nicht nachging.

Ich sprach in der Reha eine Psychologin darauf an. Sie empfahl mir das Klettern. Zuerst konnte ich mir absolut nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte. Wie sollte ich, die ich nicht mal geradeaus gehen konnte, eine Wand hochklettern? Das erschien mir unmöglich! Trotzdem – oder gerade deshalb – reizte mich die Herausforderung. Ich vereinbarte einen Termin in der Kletterhalle, die mir die Psychologin empfohlen hatte. An dem Tag, als ich aus der Reha entlassen wurde, stand ich nachmittags in der Halle vor meiner ersten Kletterwand. Ich wählte die leichteste Route und arbeitete mich vorsichtig nach oben. Und da war es wieder – jenes Gefühl, das ich früher beim Inlineskaten schon so oft erlebt hatte – nichts zählte außer dem Augenblick. Mein Gehirn war vollständig damit beschäftigt, herauszufinden, wie ich von einem Punkt zum nächsten komme. An der Wand oben angekommen, war ich körperlich am Ende meiner Kräfte, aber mental überglücklich. Ich wusste: Das ist jetzt mein Sport!

Ich habe im September 2016 mit dem Paraclimbingkurs begonnen und im Sommer 2017 wurde ich Teil des österreichischen Nationalteams. Ich, die Frau, der die Ärzte gesagt hatten, sie könne keinen Sport mehr machen!

Ein unverschuldeter Unfall mit Folgen

Endlich schien mein Leben wieder rund zu laufen, da passierte mein Unfall. Bei einer Mehrseillängen-Tour in den Dolomiten, die ich zusammen mit zwei Bekannten machte und die extra auf meine Beeinträchtigung abgestimmt worden war, geriet ich auf dem Weg nach unten unverschuldet in einen Steinschlag. Hätte ich mich nicht wegen eines vagen, unguten Gefühls ein Stückchen zur Seite gesetzt, um meine Kletterschuhe auszuziehen, so wäre ich an diesem Tag vielleicht gestorben. So brach ich mir den Ringfinger. Aus einem Reflex heraus hatte ich mir die Hand über meinen Kopf gehalten. Ich stand unter Schock.

Der Schock und die auf den Unfall folgenden vier Operationen lösten eine Spastik aus, eine Spastik, die blieb und bedeutete, dass ich künftig dauerhaft im Rollstuhl sitzen würde.

Gut zu wissen

Schock und Tetraparese

Ein Schock kann bei spastischer Tetraparese einen Schub auslösen, indem er eine akute Verschlechterung oder Überlastung des zentralen Nervensystems verursacht, welche die Spastik verstärkt. Auch emotionale Erregung, Stress und Angst können zu einer Verstärkung der Spastik führen.

Ich wurde für den Rollstuhl bestraft

Die Tatsache, dass ich nun im Rollstuhl saß, änderte für meinen Arbeitgeber alles. Plötzlich teilte er mir mit, ich könne in der Kinderkrippe meine Aufsichtspflicht nicht mehr erfüllen und dürfe meinen Job nicht länger ausführen. Ich fiel aus allen Wolken! Schließlich hatte ich doch eine Assistentin, die mir Dinge abnahm, wenn sie für mich schwierig waren! Und tatsächlich hatte ich selbst das Gefühl, durch den Rollstuhl sogar wieder mobiler geworden zu sein als zuvor. Doch mein Arbeitgeber glaubte nicht länger, dass ich meinen Aufgaben verantwortungsbewusst nachkommen könne. Dies war einer der dunkelsten Momente meines Lebens. Ich vermisste die Kinder sehr. Die Arbeit in der Krippe war meine Berufung, mein Herz, mein Lebenssinn gewesen!

Kinder blieben in meinen Leben und ließen meine Seele heilen

Dann geschah etwas Wunderbares: Zu dieser Zeit bekamen meine Freundinnen fast alle Kinder – und ließen sie in meiner Obhut. Einfach so. Voller Vertrauen und ohne jeden Zweifel daran, dass ich der Situation gewachsen sein würde. Ich war überglücklich darüber, mein angeknackstes Selbstwertgefühl begann zu heilen, die Selbstzweifel, die die Aussagen meines Chefs bei mir geweckt hatten, verschwanden. Ich merkte, dass ich noch genauso gut mit Kindern umgehen konnte wie zuvor.

Tatsächlich waren es auch in der Krippe nie die Kinder gewesen, die Berührungsängste mit mir und meiner Beeinträchtigung gehabt hatten. Anders war es bei den Eltern. Viele von ihnen sahen schon in meinen Krücken ein Problem, während sie für die Kinder eher ein Spielzeug waren. Wenn ich mich hinsetzte und die Krücken ablegte, waren sie oft plötzlich verschwunden, weil die Kleinen damit spielten.

Natürlich hatte ich den Kindern in der Krippe gleich zu Anfang kindgerecht erklärt, was für eine Krankheit ich habe und wie sie sich äußert. Ein Kind fragte mich daraufhin jeden Morgen: „Sind deine Füße heute gut gelaunt oder schlecht gelaunt?“ Es wusste, wenn ich sage, sie sind gut gelaunt, dann gehe ich mit den Kindern in den Turnsaal oder in den Garten. Antwortete ich jedoch, meine Füße sind schlecht gelaunt, dann würde dies meine Assistentin übernehmen. So einfach war das für die Kinder. Sie wollten nur wissen, was los war. Diese pure, ehrliche Akzeptanz war und ist für mich immer eine Wohltat gewesen.

Was mir hilft, stark zu bleiben

Was mir hilft, stark zu bleiben

Natürlich habe auch ich meine Tiefs. Doch mein Kampfeswille und Chiara, meine Assistenzhündin, helfen mir immer wieder dort heraus. Den Kampfgeist habe ich mir von meinem Vater abgeschaut. Als ich neun Jahre alt war, bekam er die Diagnose Krebs. Die Ärzte sagten ihm, seine Überlebenschance liege bei fünf Prozent und er habe maximal noch sechs Monate zu leben. Aber mein Vater beharrte darauf: Seine Zeit sei noch nicht gekommen!

Heute ist mein Vater 70 Jahre alt und gilt seit 15 Jahren als geheilt. Er hat mir gezeigt, was Willenskraft ist und was man damit alles erreichen kann. Dank ihm weiß ich, es lohnt sich zu kämpfen, selbst wenn alle sagen, es sei aussichtslos! Er hat mir beigebracht, niemals aufzugeben.

Und Chiara, sie ist mein kleiner Engel. Sie liebt mich so wie ich bin. Bedingungslos. Chiara ist bei mir, seit sie 17 Wochen alt war. Ich habe sie selbst zum Assistenzhund ausgebildet (mit der Unterstützung eines entsprechenden Hundetrainers). Als Chiara ungefähr ein Jahr alt war, begann sie plötzlich, mich manchmal in den Unterschenkel zu zwicken. Immer wieder machte sie das. Zunächst hielt ich es für jugendlichen Übermut, doch es stellte sich heraus, dass es in Wahrheit etwas ganz anderes war. Chiara spürte, wenn sich bei mir eine Verschlechterung ankündigte! Sobald sie mich zwickte, blieb mir damals meist noch etwa eine halbe Stunde Zeit, in der ich gehen können würde. Danach verstärkte sich die Spastik jedes Mal so sehr, dass dies für eine Weile unmöglich war. Das Zwicken war also eine Warnung, Chiara hat versucht, mich zu beschützen.

Seit ich im Rollstuhl sitze, zwickt mich Chiara nicht mehr. Stattdessen stupst sie mich an oder legt ihre Schnauze auf meinen Oberschenkel. Damit will sie mir sagen: „Mach jetzt mal lieber langsam, übertreibe es nicht.“ Chiara ist immer für mich da, meine treue Begleiterin, mein Fels in der Brandung.

Die kleinen Momente zählen

Durch meine Erkrankung habe ich gelernt, wie wichtig es ist, die scheinbar kleinen Glücksmomente im Leben zu schätzen und zu genießen. Sie sind so wertvoll und alles andere als selbstverständlich.

Es gibt vieles, was mich glücklich macht. Das kann ein Spaziergang mit Chiara sein oder irgendwo eine halbe Stunde am Wasser zu sitzen und es einfach anzuschauen. Zeit mit Freunden zu verbringen, gehört dazu und natürlich das Sportmachen. Ein wirklich großes Glück ist es, wenn ich morgens in dem gleichen gesundheitlichen Zustand aufwache, wie ich am Abend zuvor eingeschlafen bin – dass es also über Nacht keine Verschlechterung gegeben hat, dass ich überhaupt noch da bin.

Meine Orthesen – ein Stück neugewonnene Freiheit

Seit August 2024 habe ich nun meine Orthesen, für die ich unendlich dankbar bin. Sie bedeuten so viel für mich! Durch sie kann ich Dinge tun, die vorher unmöglich waren. Ich kann meine Freunde umarmen, nicht nur aus dem Rollstuhl heraus, sondern auf Augenhöhe. Einige meiner Freunde kannten mich gar nicht stehend. Sie waren überrascht, wie groß ich bin. Das klingt vielleicht banal, doch für mich markieren meine Orthesen so etwas wie den Start in ein neues Leben. Sie geben mir ein großes Stück Freiheit zurück. Dank der Orthesen muss ich nicht mehr überlegen, ob ein Wanderweg rollstuhlgerecht ist. Ich kann mit einer Freundin in der Stadt Kaffeetrinken gehen und weiß, ich kann in jedem Café dort auf die Toilette gehen. Eine meiner Freundinnen hat eine Wohnung im vierten Stock, es gibt keinen Aufzug. Wenn sie dort gefeiert hat, war ich früher nie dabei. Heute ziehe ich meine Orthesen an und mache mit. Das ist Lebensqualität, das ist Freiheit – und absolut unbezahlbar!

Ich schaue auf das Positive

Ich habe meine Erkrankung angenommen. Natürlich hat sie mein Leben vollkommen verändert, aber sie hat auch gute Dinge bewirkt. So wäre ich ohne meine Erkrankung wohl niemals zum Leistungssport gekommen. Ich hätte die Welt niemals so bereisen dürfen, wie ich es jetzt tue. Ich hätte niemals all die wunderbaren Menschen getroffen, die mich heute in meinem Leben begleiten. Außerdem habe ich gelernt, „Nein“ zu sagen. Dass ich mich nicht aufopfern muss für andere – egal, ob es um den Job geht oder um angebliche Freunde. Und ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören.

Für die Zukunft wünsche ich mir eine Familie, Kinder, Liebe. Und dass ich so lange wie möglich selbstbestimmt leben kann. Dafür kämpfe ich jeden Tag. Und jeden Tag bin ich dankbar – für jeden Schritt, den ich machen kann. Für jeden Atemzug. Für jeden Moment, an dem ich noch da bin. Das ist mein Leben. Es ist nicht das Leben, das ich geplant hatte. Aber es ist meins. Und ich lebe es mit jeder Faser meines Herzens.

 

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