)
Wie erhalte ich einen Rollator auf Rezept mit Pflegestufe?
Einleitung
Ein Rollator kann ein wertvolles Hilfsmittel sein, um deine Mobilität zu erhalten und deine Lebensqualität zu verbessern. Besonders wenn du einen Pflegegrad besitzt, besteht die Möglichkeit, einen Rollator auf Rezept zu erhalten. Doch wie genau funktioniert das? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, und welche Schritte sind notwendig?
In diesem Ratgeberartikel erfährst du alles, was du wissen musst, um einen Rollator auf Rezept zu bekommen.
Lerne, wie du den Antrag bei deiner Krankenkasse richtig stellst.
Entdecke die Unterschiede zwischen Kassen- und Privatmodellen.
Erhalte Tipps zur Auswahl des richtigen Rollators für deine Bedürfnisse.
Wer hat Anspruch auf einen Rollator auf Rezept?
Wichtig vorab: Du benötigst keinen Pflegegrad, um einen Rollator auf Rezept zu erhalten. Entscheidend ist allein die medizinische Notwendigkeit, die dein Arzt feststellt. Die Kostenübernahme erfolgt über die Krankenkasse gemäß § 33 SGB V.
Ein Pflegegrad kann den Prozess erleichtern, ist aber keine Voraussetzung. Wenn du bereits einen Pflegegrad hast, gilt:
Mit Pflegegrad 1: Du hast Anspruch auf einen Standardrollator. Bei besonderen Anforderungen (z.B. geringe Muskelkraft) kann dein Arzt auch einen Leichtgewicht-Rollator verordnen.
Mit Pflegegrad 2: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für einen Rollator, der deinen spezifischen Bedürfnissen entspricht, einschließlich leichter Modelle, wenn medizinisch begründet.
Mit Pflegegrad 3: Bei höheren Pflegegraden werden spezialisierte Rollatoren (faltbare oder Outdoor-Modelle) oft schneller genehmigt. Zusätzlich kannst du bei Bedarf auch einen Rollstuhl in Anspruch nehmen.
Wenn du Einschränkungen in deiner Mobilität spürst, konsultiere deinen Arzt. Er kann dir ein Rezept für einen Rollator ausstellen, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt – unabhängig davon, ob du einen Pflegegrad hast. Falls du zusätzlich Unterstützung im Alltag benötigst, kann dein Arzt dich auch zur Beantragung eines Pflegegrads beraten.
Unsere Empfehlung
Weitere Hilfsmittel und Produkte findest du in unserem Online-Shop.
So erhältst du einen Rollator auf Rezept
Wenn du einen Rollator benötigst, kannst du diesen oft über die Krankenkasse beziehen. Hierfür muss ein Arzt den Bedarf feststellen und ein entsprechendes Rezept ausstellen. Dieses Rezept ist die Grundlage für den Antrag bei deiner Krankenkasse. Dabei ist es wichtig, dass du die Anforderungen deiner Krankenkasse genau beachtest, da die Genehmigung des Antrags oft von bestimmten Kriterien abhängt.
Wichtig: Der Rollator wird als medizinisches Hilfsmittel von der Krankenkasse übernommen (§ 33 SGB V) – ein Pflegegrad ist nicht erforderlich. Entscheidend ist ausschließlich die ärztliche Verordnung bei medizinischer Notwendigkeit.
Für die Beantragung des Rollators bei der Krankenkasse, wie beispielsweise der AOK, reicht es in der Regel aus, das ärztliche Rezept einzureichen. Es kann jedoch vorkommen, dass die Krankenkasse zusätzliche Nachweise oder Informationen benötigt, insbesondere wenn der Rollator speziell für die Wohnung oder besondere Gegebenheiten angepasst werden soll. In diesen Fällen kann es hilfreich sein, sich vorab über die genauen Voraussetzungen zu informieren und eventuell Rücksprache mit deinem Arzt zu halten.
Während des Genehmigungsverfahrens können auch Hürden auftreten. Beispielsweise könnte die Krankenkasse verlangen, dass du zuvor andere Maßnahmen ausprobierst, oder sie lehnt den Antrag ab, weil sie den Bedarf nicht ausreichend begründet sieht. Sollte dies der Fall sein, hast du die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen oder den Antrag neu zu formulieren. Ein gut begründeter Antrag, der den spezifischen Nutzen des Rollators für deine Mobilität deutlich macht, erhöht die Chancen auf eine schnelle Genehmigung erheblich.
Denke daran, dass auch die Wahl des Modells eine Rolle spielen kann. Manche Krankenkassen übernehmen nur die Kosten für Standardmodelle, während spezialisierte oder teurere Modelle nur nach besonderer Genehmigung erstattet werden.
Falls du einen Rollator beantragen möchtest, der genau auf deine Wohnsituation abgestimmt ist, solltest du dies bereits im Antrag klar kommunizieren.
Kosten und Zuschüsse für deinen Rollator
Bei einem Rollator auf Rezept beträgt die gesetzliche Zuzahlung 10 Prozent des Abgabepreises – mindestens 5 Euro, höchstens 10 Euro. Diese zahlst du direkt beim Sanitätshaus. Die Krankenkasse übernimmt die restlichen Kosten für Standardmodelle vollständig. Hier erfährst du, was du über die Kostenübernahme durch die Krankenkasse wissen musst und welche Zuschüsse dir zur Verfügung stehen.
Bei der Beantragung eines Rollators als Kassenmodell über die Krankenkasse wird normalerweise nur eine gesetzliche Zuzahlung fällig, die aktuell bei maximal 10 Euro liegt. Dieses Modell entspricht den grundlegenden Anforderungen und wird in den meisten Fällen von der Krankenkasse vollständig erstattet. Falls du dich jedoch für ein hochwertigeres Premiummodell entscheidest, musst du mit zusätzlichen Kosten rechnen, da diese nicht vollständig von der Krankenkasse übernommen werden.
Neben der Zuzahlung übernimmt die Krankenkasse in der Regel auch die Kosten für notwendige Anpassungen des Rollators, um diesen auf deine individuellen Bedürfnisse abzustimmen.
Grundsätzlich gilt: Es ist wichtig, sich vorab genau zu informieren, was ein Rollator kostet und welche Kosten die Krankenkasse übernimmt, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden. Ein Gespräch mit deinem Arzt und der Krankenkasse kann hier Klarheit schaffen.
Schon gewusst? Die Pflegekasse übernimmt für gesetzlich versicherte Personen mit Pflegegrad einen monatlichen Betrag im Wert von bis zu 42 Euro für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel. Voraussetzung ist die Pflege zu Hause durch eine private Person. Geregelt ist dies im Sozialgesetzbuch § 40 Abs. 2 SGB XI.
Welcher Rollator passt zu dir?
Die Wahl des richtigen Rollators ist entscheidend, um deine Mobilität optimal zu unterstützen und deinen Alltag zu erleichtern. Ob für den Innen- oder Außenbereich, leicht und praktisch oder besonders robust – es gibt für jede Anforderung das passende Modell. Hier bekommst du einen Überblick über die verschiedenen Gehhilfen von Rehasense, damit du den Rollator findest, der perfekt zu dir passt.
Standardrollatoren: Der Klassiker
Standardrollatoren sind stabil und zuverlässig – ideal für den täglichen Gebrauch. Sie bieten eine robuste Konstruktion und sind besonders für den Einsatz auf ebenen Flächen geeignet.
Leichtgewichtrollatoren: Extra bequem im Umgang
Diese Rollatoren zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht aus, was sie besonders handlich und einfach zu manövrieren macht. Sie sind ideal für Personen, die häufig unterwegs sind oder ihren Rollator selbstständig transportieren müssen.
Faltbare Rollatoren: Flexibel und platzsparend
Faltbare Rollatoren lassen sich leicht zusammenklappen und verstauen, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Menschen macht, die oft reisen oder wenig Stauraum haben. Trotz ihrer Flexibilität bieten sie eine hohe Stabilität. Inzwischen sind selbst viele Standardmodelle – im Gegensatz zu früher – faltbar. Unterschiede gibt es allerdings beim Gewicht und bei den Eigenschaften.
Indoor- und Outdoor-Rollatoren: Für jedes Terrain
Für unterschiedliche Umgebungen konzipiert, bieten Indoor-Rollatoren ein schlankes Design für enge Räume, während Outdoor-Rollatoren mit größeren Rädern ausgestattet sind, um unebenes Gelände sicher zu meistern. Beide Varianten sind speziell darauf ausgelegt, deine Mobilität sowohl drinnen als auch draußen zu unterstützen.
Beratung im Sanitätshaus: Worauf du achten solltest
Beim Kauf eines Rollators ist die Beratung im Sanitätshaus ein wichtiger Schritt, um das passende Modell zu finden, das genau auf deine Bedürfnisse abgestimmt ist. Eine fundierte Beratung hilft, die verschiedenen Optionen zu verstehen und sicherzustellen, dass du alle wichtigen Kriterien beachtest, um den idealen Rollator auszuwählen.
Wichtige Kriterien: Von Griffhöhe bis Zubehör
Achte bei der Auswahl auf die richtige Griffhöhe, die optimal an deine Körpergröße angepasst sein sollte, um eine bequeme und sichere Handhabung zu gewährleisten. Auch das Gewicht des Rollators spielt eine Rolle, vor allem, wenn du ihn häufig transportieren musst. Weitere wichtige Kriterien sind die Bremsen, die Sitzfläche und der Einkaufskorb, die alle zu deinem Komfort und deiner Sicherheit beitragen.Zusatzausstattung und Anpassungsmöglichkeiten
Viele Rollatoren bieten eine zusätzliche Ausstattung und Anpassungsmöglichkeiten, wie spezielle Halterungen, zusätzliche Polsterungen oder Schirme. Überlege, welche Extras für deinen Alltag sinnvoll sind, um deinen Rollator noch praktischer zu gestalten.
Im Sanitätshaus kannst du dich umfassend beraten lassen und verschiedene Modelle ausprobieren, um sicherzustellen, dass dein neuer Rollator perfekt zu dir passt.
Fazit
Mit einer Pflegestufe ist es oft leichter, einen Rollator auf Rezept zu erhalten, da der Bedarf an Mobilitätshilfen klarer definiert ist. Die Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten für ein geeignetes Modell, sodass du nur eine geringe Zuzahlung leisten musst.
Oft gefragt
Unsere Experten beraten dich gerne zu den von deinem Arzt empfohlenen Hilfsmitteln.
Einige Bilder auf unserer Webseite wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt. Die Nutzung dieser Bilder erfolgt unter Beachtung der Transparenzpflichten gemäß dem EU AI Act.
)



:quality(50))