Bewegung Erfahrungsbericht

Hallux valgus hätte mir fast die Freude am Sport genommen

Karin Pütz
Karin Pütz22.4.2026 • Lesedauer: 5 Min.
Hallux valgus hätte mir fast die Freude am Sport genommen

Schmerzen bei jedem Schritt – dank einer Orthese kann ich jetzt wieder joggen

Hallux valgus, umgangssprachlich als sogenannter Ballenzeh bekannt, ist eine der häufigsten Fehlstellungen des großen Zehs. Jeder achte Deutsche leidet darunter. Frauen sind aufgrund des schwächeren Bindegewebes besonders häufig betroffen. Auch genetische Veranlagung und zu enges Schuhwerk können zu einem Hallux valgus führen. Oft sind starke Schmerzen die Folge, sodass Betroffene in ihrem Alltag in vielen Fällen unter starken Einschränkungen leiden.

Mir hat die 28-jährige Fine M. geschildert, wie ihr Weg zur Diagnose verlief, welche Belastungen der Hallux valgus in ihrem Alltag mit sich brachte und welche Behandlungsmöglichkeit ihr schließlich Erleichterung verschaffte. Dies ist Fines Geschichte:

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Jung, sportlich aktiv – und plötzlich durch Fußschmerzen ausgebremst?

Mein Name ist Fine, ich bin 28 Jahre alt, sportlich, viel in Bewegung und eigentlich immer aktiv. Ob beim Joggen, auf dem Rad, beim Wandern oder im Fitnessstudio – Bewegung gehört für mich einfach zum Leben dazu. Umso schockierender war es für mich, als ich vor rund einem halben Jahr Probleme mit meinem großen Zeh am rechten Fuß bekam. Meine Schuhe drückten, längeres Gehen wurde unangenehm und ich hatte immer wieder Schmerzen.

Anfangs habe ich die Beschwerden nicht allzu ernst genommen. Es gab immer irgendetwas, womit ich sie mir erklären konnte. Mal war es ein langer Arbeitstag, ein anderes Mal waren es zu enge Schuhe oder ich glaubte, einfach zu viel Sport gemacht zu haben. Doch mit der Zeit traten die Probleme immer häufiger auf. Besonders beim Gehen in festeren Schuhen oder nach längeren Spaziergängen war mein Zeh empfindlich und tat weh. Auch optisch bemerkte ich eine Veränderung: Der Ballen an der Innenseite des Fußes wölbte sich leicht zur Seite.

Diagnose Hallux valgus – was nun?

Irgendwann war es so weit, dass ich selbst dann Schmerzen hatte, wenn ich nur kurze Wege zurücklegte. Längeres Stehen, Einkaufen oder Sport machten nicht nur keinen Spaß mehr, sondern wurden für mich regelrecht zur Qual. Ich war frustriert, weil ich vielen meiner geliebten Aktivitäten nicht mehr nachgehen konnte. Durch die Schmerzen fühlte ich mich in meinem gewohnten Alltag eingeschränkt.

Schließlich suchte ich einen Orthopäden auf. Dort wurde mein rechter Fuß gründlich untersucht und geröntgt – dann erhielt ich die Diagnose Hallux valgus. Einerseits war ich erleichtert, dass die Diagnose so schnell gestellt werden konnte. Andererseits war ich überfordert. Denn ehrlich gesagt, hatte ich bislang weder von Hallux valgus gehört, noch wusste ich, was ich mit dieser Information konkret anfangen sollte.

Zum Glück erklärte mir der Arzt, welche Behandlungsmethoden mir bei einem Hallux valgus zur Verfügung standen. Er empfahl mir, eine Physiotherapie zu beginnen, um gezielt Muskeln aufzubauen. Wenn nötig, könne ich kurzfristig und in akuten Phasen Schmerzmittel nehmen, außerdem sei es sinnvoll, zur Ruhigstellung des betroffenen Fußes eine Orthese zu nutzen. Sollte all dies nicht helfen, müsse ich eine Operation in Erwägung ziehen, um die Fehlstellung zu korrigieren.

Mit einem mulmigen Gefühl ging ich ins Sanitätshaus

Diese Informationen musste ich erst einmal verdauen. Zugleich wollte ich jedoch unbedingt so schnell wie möglich mit der Behandlung meines Hallux valgus beginnen. Denn eine Operation wollte ich auf jeden Fall vermeiden!

Mit dem Rezept, das mir der Orthopäde ausgestellt hatte, ging ich am nächsten Tag zum ersten Mal in meinem Leben in ein Sanitätshaus, um mich beraten zu lassen. Mir fiel das nicht leicht, hatte ich doch bisher immer geglaubt, in ein Sanitätshaus würden nur alte Menschen gehen.

Vor Ort stellte ich überrascht fest, dass dies ganz und gar nicht der Fall war. Menschen jeden Alters traf ich dort an. Der Mitarbeiter des Sanitätshauses nahm sich zum Glück viel Zeit für mich, zeigte mir die Orthese für meinen Fuß (es handelte sich um eine HalguDay-Orthese von Enovis) und erklärte mir geduldig die Funktionsweise der Schiene sowie deren richtige Anwendung. Zusätzlich bekam ich im Sanitätshaus noch den Tipp, Gelpolster zu verwenden, um Druckstellen zu reduzieren.

Ich war zwar skeptisch, nahm aber schließlich beides mit nach Hause.

Ich bin positiv überrascht

Die Anwendung war einfacher als gedacht. Entgegen meinen Erwartungen ist die HalguDay-Orthese von Enovis weder schwer noch klobig, sondern leicht und angenehm zu tragen. Ich kann sie sogar in Sneakern tragen und beim Gehen stört sie mich gar nicht. Auch das An- und Ausziehen der Schiene ist wirklich einfach. Die Gelpolster sind eine gute Ergänzung.

Schon nach wenigen Tagen merkte ich einen Unterschied an meinem rechten Fuß. Der Druck am Ballen ließ nach und die Schmerzen wurden weniger. Ich konnte endlich wieder besser laufen.

Nach ein paar Wochen mit der Orthese und den Gelpolstern fühlte ich mich wie ein neuer Mensch. Klingt vielleicht übertrieben, aber wer längere Zeit Schmerzen hatte, der weiß: Jede kleine Erleichterung macht einen Riesenunterschied.

Endlich wieder mehr Lebensqualität!

Ich trage die Orthese seither jeden Tag, und so alltäglich Dinge wie längeres Stehen oder Spazierengehen sind mittlerweile endlich wieder möglich. Auch beim Sport habe ich deutlich weniger Einschränkungen. Inzwischen habe ich sogar wieder angefangen, Joggen zu gehen.

Wenn ich meinen Fuß betrachte, fällt mir auf, dass mein großer Zeh und der Ballen weniger gerötet und geschwollen sind und weniger gereizt aussehen.

Nie hätte ich gedacht, dass eine so kleine Unterstützung einen so großen Effekt haben könnte. Natürlich ist mein Hallux valgus dadurch nicht „weg“, aber statt ständig gefrustet zu sein, habe ich nun eine Möglichkeit gefunden, meinen Alltag mit weniger Schmerzen und Problemen zu bestreiten. Für mich waren die Orthese und die Gelpolster auf jeden Fall eine wirklich gute Investition.

Meine Tipps für andere Betroffene

Ich weiß, dass ich kein Einzelfall bin. Viele Menschen sind von ähnlichen Beschwerden geplagt, wie ich es war – auch solche in meinem Alter. Wenn du also gerade die Diagnose Hallux valgus erhalten hast und vielleicht verunsichert bist, so habe ich ein paar Ratschläge für dich: Es ist wichtig, frühzeitig zu handeln. Gehe zeitnah zum Arzt, wenn du merkst, dass dein Fuß sich verändert oder schmerzt. Je eher du gegensteuerst, umso besser. Es ist außerdem sinnvoll, dich von einem Orthopäden über die Behandlungsmöglichkeiten aufklären zu lassen. Ich habe zudem mein Schuhwerk überdacht und wähle nun statt High Heels eher bequeme, breiter geschnittene Schuhe für meinen Alltag. Die Beratung in einem Sanitätshaus hat mir sehr weitergeholfen. Heute weiß ich, welche Hilfsmittel mir Erleichterung bringen. Auch Fußübungen können die Muskulatur stärken. Ein Physiotherapeut hat sie mir gezeigt, doch du kannst auch online viele Übungen finden.

 

Durch meine eigenen Erfahrungen habe ich gelernt – und das war vielleicht die wichtigste Erkenntnis überhaupt – dass ich selbst aktiv dazu beitragen kann, dass es mir besser geht. Oft reichen schon vermeintlich kleine Dinge aus, um eine große Wirkung zu erzielen. Dank der HalguDay-Orthese von Enovis und der Gelpolster kann ich mein Leben wieder so aktiv führen, wie vor meinen Fußproblemen. Dafür bin ich dankbar. Und vielleicht findest ja auch du bald die Hilfsmittel, die wieder mehr Leichtigkeit und Freude in dein Leben bringen.

Die geschilderten medizinischen Sachverhalte sind nicht oder nur bedingt als Ratschläge oder Empfehlungen zu verstehen und ersetzen in keinem Fall den Besuch bei einem Arzt, in einem Sanitätshaus oder die eigene sorgfältige Recherche. Für die Inhalte verlinkter Internetseiten sind ausschließlich die jeweiligen Betreiber bzw. Verfasser verantwortlich. Veröffentlichte Bilder stellen das Eigentum des Verfassers dar. Zwecks optimierter Lesbarkeit wird in der Regel die männliche Form verwendet. Die weibliche Form ist dabei selbstverständlich – wenn sinnvoll – eingeschlossen.

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