Hilfsmittel Interview

Dank Indoor-Rollator länger in den eigenen vier Wänden

Karin Pütz
Karin Pütz26.2.2026 • Lesedauer: 4 Min.
 Dank Indoor-Rollator länger in den eigenen vier Wänden

Der Indoor-Rollator „Pixel“ – praktisch und mental eine Stütze

Schätzungen zufolge leiden 25 bis 50 Prozent aller älteren Menschen unter Sturzangst – unabhängig davon, ob sie tatsächlich schon einmal gestürzt sind oder nicht. Ein Rollator kann helfen, diese Angst zu überwinden – draußen, aber auch drinnen in den eigenen vier Wänden. Für letzteres hat Rehasense einen ganz besonderen Rollator entwickelt – den Indoor-Rollator „Pixel“. Er ist leicht, schmal und wendig, überwindet Hindernisse wie Türschwellen problemlos und nimmt auch in einer kleinen Wohnung so gut wie keinen Platz weg (zusammengeklappt nicht mehr als ein Staubsauger!). Außerdem kann er dank des serienmäßig mitgelieferten Tabletts bei Bedarf ganz einfach als praktischer Beistelltisch genutzt werden und fügt sich auch optisch mit seinem modernen Design in jede Wohnung ein.

 

Wieso ein Indoor-Rollator so wichtig ist, worauf bei der Konzeption des „Pixel“ speziell geachtet wurde und was diesen Rollator im Alltag so wertvoll macht – darüber habe ich mit Ralf Leupers (Gebietsleiter Nordrhein-Westfalen & Hessen bei der Rehasense Deutschland GmbH) gesprochen:

Das Interview

Ralf Leupers beschreibt mir die Vorteile des Pixel.
Ralf Leupers beschreibt mir die Vorteile des Pixel.

Was macht einen guten Indoor-Rollator aus? Worauf muss bei der Konzeption besonders geachtet werden?

Ein guter Indoor-Rollator schenkt vor allem eines: Vertrauen. Er muss sich anfühlen wie eine verlässliche Stütze im Alltag – nicht wie ein Hilfsmittel, sondern wie ein Begleiter. In der Konzeption geht es deshalb nicht nur um Maße, Gewicht und Technik, sondern um das Gefühl von Sicherheit, Leichtigkeit und Selbstständigkeit. Der Nutzer soll sich frei bewegen können, ohne ständig daran erinnert zu werden, dass er Unterstützung braucht.

 

Was unterscheidet den „Pixel“ von anderen Indoor-Rollatoren? Was macht ihn aus?

Der „Pixel“ ist anders, weil er Emotionen ernst nimmt. Er wirkt modern, leicht und wohnlich – nicht medizinisch. Er fügt sich in den Alltag ein, statt ihn zu dominieren. Der Pixel signalisiert nicht: Du brauchst Hilfe, sondern: Du kannst dich bewegen, wie du möchtest. Er vermittelt ein Gefühl von Normalität und Würde – das macht ihn besonders.

 

Ein Indoor-Rollator muss schmaler und leichter sein als andere Rollatoren, aber dennoch genauso viel Stabilität und Sicherheit schenken. Wie gelingt euch das beim „Pixel“?

Wir denken Stabilität nicht nur technisch, sondern emotional. Der „Pixel“ ist so konstruiert, dass er leicht wirkt, sich aber jederzeit sicher anfühlt. Nutzer spüren sofort: Ich kann mich darauf verlassen. Diese Balance aus Leichtigkeit und Sicherheit gibt Mut – und den braucht man, um sich wieder zu bewegen.

 

Wieso ist Aluminium dafür die erste Wahl?

Aluminium steht für Leichtigkeit ohne Schwäche. Es ermöglicht uns, einen Rollator zu bauen, der sich mühelos bewegen lässt und der trotzdem Stabilität ausstrahlt. Für die Nutzer bedeutet das: weniger Kraftaufwand, weniger Angst vor Kontrollverlust und mehr Freude an der Bewegung.

 

Warum ist der patentierte „Click & Safe”-Verschluss so wichtig? Welche Vorteile hat er?

Der „Click & Safe“-Verschluss gibt ein klares, hör- und spürbares Signal: Alles ist sicher – also safe, wie der Name schon sagt. Dieses kleine Geräusch schafft Vertrauen und nimmt Unsicherheit. Gerade im Alltag sind es diese Momente, die den Nutzern ein gutes Gefühl geben – weil sie wissen, dass sie sich auf ihren Rollator verlassen können.

 

Wieso ist beim „Pixel“ das große Tablett (serienmäßig) so wertvoll für die Nutzer?

Das Tablett schenkt Freiheit. Es macht den „Pixel“ zu einem Teil des Wohnraums – fast wie ein kleiner Beistelltisch. Ob Kaffee, Buch oder Tablet: Alles ist griffbereit. Das gibt Selbstständigkeit zurück und ermöglicht kleine Alltagsrituale, die enorm viel Lebensfreude bedeuten.

 

Für welche Menschen ist der „Pixel“ gedacht?

Der Pixel ist für alle Menschen gedacht, die sich drinnen sicher bewegen möchten – unabhängig vom Alter. Er unterstützt ältere Menschen ebenso wie jüngere nach Unfällen oder Operationen. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern der Wunsch, aktiv zu bleiben und Alltag selbstbestimmt zu gestalten.

 

Was macht den „Pixel“ auch für jüngere Menschen attraktiv?

Der „Pixel“ wirkt modern, stilvoll und bewusst nicht medizinisch. Mit seinem klaren Design und den drei attraktiven Farben können Nutzer ihren eigenen Stil ausdrücken. Gerade jüngere Menschen möchten sich nicht über ein Hilfsmittel definieren lassen – der „Pixel“ unterstützt, ohne zu stigmatisieren.

 

Worauf seid ihr beim „Pixel“ besonders stolz?

Wir sind besonders stolz darauf, dass der Pixel Menschen Mut macht, sich zu bewegen. Mut, aktiv zu bleiben. Mut, am Leben teilzunehmen. Wenn ein Produkt nicht nur funktioniert, sondern auch emotionale Stärke vermittelt, dann haben wir unser Ziel erreicht.

 

Was denkt ihr: In welche Richtung wird die Entwicklung der Indoor-Rollatoren in Zukunft gehen? Was plant ihr da?

Die Zukunft liegt in noch mehr Individualität und Wohnlichkeit. Indoor-Rollatoren werden persönlicher, leichter und stärker in den Alltag integriert. Unser Ziel ist es, Produkte zu entwickeln, die sich wie ein natürlicher Teil des Lebens anfühlen – nicht wie ein Hilfsmittel.

 

Habt ihr in eurem persönlichen Umfeld schon erlebt, wie der „Pixel“ jemandem zu mehr Aktivität und neuer Lebensfreude verholfen hat?

Ja, meine Mutter zum Beispiel hat schon seit ihrer Kindheit mit plötzlich auftretendem Schwindel zu tun. Sie bewegt sich manchmal unsicher. In Kombination mit der Schwindelproblematik bedeutet das für sie ein erhöhtes Sturzrisiko. Zuhause benutzt sie jetzt den „Pixel“ und betont seither, wie sehr er ihr den Alltag erleichtert und ihr die Angst nimmt. Dieser Indoor-Rollator ist also nicht nur eine praktische, sondern auch eine mentale Stütze für sie. – Solche Erfahrungen sind unsere größte Motivation. Wenn Menschen wieder selbst Kaffee holen, durch die Wohnung gehen oder Besuch empfangen – mit einem Lächeln und neuem Selbstvertrauen – dann zeigt sich, was der „Pixel“ wirklich bewirken kann: mehr Lebensfreude im Alltag.

 

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