Welchen Rollstuhl kaufen – manuell oder elektrisch?
Die erste Grundsatzentscheidung ist der Antrieb. Ein manueller Rollstuhl wird mit den Händen über die Greifreifen bewegt oder von einer Begleitperson geschoben – er ist leichter, günstiger, wartungsarm und gut zu transportieren. Ein Elektrorollstuhl fährt motorisiert und ist die richtige Wahl, wenn die Kraft zum Selbstanschieben fehlt oder längere Strecken selbstständig zurückgelegt werden sollen. Wer noch aktiv genug ist und den Rollstuhl vor allem gelegentlich oder auf Reisen nutzt, ist mit einem manuellen Modell meist besser bedient; wer dauerhaft und eigenständig mobil sein möchte, profitiert vom Elektroantrieb.
Welche Rollstuhl-Typen gibt es?
Innerhalb dieser beiden Gruppen gibt es Modelle für sehr unterschiedliche Bedürfnisse.
Transportrollstuhl – leicht & faltbar für unterwegs. Kompakt, leicht und mit kleinen Rädern, die von einer Begleitperson geschoben werden. Er lässt sich schnell falten und im Kofferraum verstauen – ideal für Arztbesuche, Ausflüge und Reisen.
Leichtgewichtrollstuhl – aktiv & unabhängig. Mit großen Greifreifen zum Selbstanschieben und einem geringen Eigengewicht (oft unter 15 kg, in Carbon noch leichter). Für Menschen, die sich selbstständig fortbewegen und den Rollstuhl regelmäßig nutzen.
Elektrorollstuhl – mehr Reichweite, mehr Unabhängigkeit. Motorisiert, mit Joystick-Steuerung und mehreren Kilometern Reichweite. Faltbare E-Rollstühle wie der UHC Hubby lassen sich sogar transportieren, während komfortable Modelle wie der Sunrise Medical Quickie Q50 auf dauerhafte Nutzung ausgelegt sind.
Pflege- & Multifunktionsrollstuhl – für dauerhafte Begleitung. Mit zusätzlicher Ausstattung wie Begleiterbremse, verstellbarer Rückenlehne oder Beinstützen, wenn der Rollstuhl über längere Zeit und mit Unterstützung genutzt wird.
So findest du den richtigen Rollstuhl
Damit der Rollstuhl bequem und sicher ist, sollten ein paar Maße und Kriterien passen:
Sitzbreite: Das wichtigste Maß. Die Sitzbreite sollte zur Hüftbreite passen – zu schmal drückt, zu breit gibt zu wenig Halt und erschwert das Anschieben. Im Zweifel im Sanitätshaus ausmessen lassen.
Gewicht & Transport: Wer den Rollstuhl oft ins Auto hebt, achtet auf ein geringes Faltgewicht; Leichtgewicht- und Carbon-Modelle sind hier klar im Vorteil.
Selbst fahren oder geschoben werden? Zum Selbstanschieben braucht es große Hinterräder mit Greifreifen; reine Transportrollstühle haben kleinere Räder und werden geschoben.
Einsatzort: Drinnen zählt Wendigkeit und eine geringe Gesamtbreite, draußen sind größere Räder und eine stabile Bauweise wichtig.
Belastbarkeit: Achte auf die maximale Belastbarkeit; für höheres Körpergewicht gibt es verstärkte Modelle.
Komfort: Sitzpolster, verstellbare Fuß- und Armlehnen und eine gute Rückenunterstützung machen längeres Sitzen angenehmer.
Gerade beim ersten Rollstuhl lohnt sich die Beratung und das Ausmessen im Sanitätshaus in deiner Nähe – die Sitzbreite und die richtige Einstellung entscheiden über Komfort und Sicherheit.
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Alle Rollstuhl-Typen im Vergleich
Rollstuhl ist nicht gleich Rollstuhl. Je nachdem, ob du ihn täglich selbst nutzt, mit Begleitung unterwegs bist oder vor allem auf Reisen dabei haben möchtest, macht der richtige Typ einen echten Unterschied. Hier der schnelle Vergleich:
Häufige Fragen zum Rollstuhlkauf
Du hast noch Fragen? Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den Rollstuhlkauf – von der Modellwahl bis zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
Mehr Wissen rund um Rollstühle & Mobilität
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