Rückenbeschwerden Erfahrungsbericht

Nach Sturz und Bandscheibenvorfall: Mit Orthese zurück im aktiven Alltag

Karin Pütz
Karin Pütz22.9.2026 • Lesedauer: 5 Min.
donjoy lumbo force2 frau mit zwei einkaufstaschen auf stufen

Ausgerutscht – mit fatalen Folgen

Mein Name ist Katrin. Ich war 56 Jahre alt, als es geschah. Ich wollte nur rasch eine Flasche Wasser aus dem Keller holen, rutschte aus und stürzte sieben Stufen die Treppe hinab – ohne jede Chance, mich irgendwo festzuhalten, denn dafür ging alles viel zu schnell. Als ich unten im Keller auf dem Boden lag, war ich benommen und brauchte ein paar Momente, um wieder zu mir zu kommen. Vorsichtig testete ich, ob ich mir etwas gebrochen oder gestaucht hatte. Doch ich hatte offenbar Glück gehabt – außer ein paar großen Blutergüssen an mehreren Stellen schien alles in Ordnung zu sein. Erst ein paar Tage später merkte ich, dass ich mich getäuscht hatte.

Schmerzen, wie ich sie noch nie empfunden hatte

Die akuten Schmerzen waren gerade etwas abgeklungen, da geschah es. Auf meiner linken Seite, dort wo ich bei dem Sturz aufgekommen war, zuckte, als ich vom Stuhl aufstehen wollte, um mir eine Tasse Kaffee zu holen, plötzlich ein schmerzhafter Blitz in mein Bein. Wie erstarrt hielt ich mitten in der Bewegung inne. Einen solchen Schmerz, der sich anfühlte, als hätte ich einen elektrischen Schlag bekommen, kannte ich bis dahin nicht. Und es blieb nicht bei diesem einen Mal. Bald stellte ich fest: Bei jeder Art von Bewegung konnte das geschehen – nur im Liegen hatte ich keine Beschwerden.

Egal, was ich tat – es wurde nicht besser

Ich ließ ein MRT machen, dann folgte die Diagnose der Ärzte: Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule. Ich bekam Schmerzmittel verschrieben, doch die halfen nicht, schlugen mir lediglich gewaltig auf den Magen. Bald gesellte sich zu den Schmerzen ständige Übelkeit. Am schlimmsten allerdings war die Angst vor dem nächsten Schmerz, vor der nächsten Bewegung. Nach ein paar Wochen, als es mir immer noch nicht besser ging, kam eine weitere Angst dazu – die, dass der Schmerz vielleicht niemals wieder verschwinden würde. Ich erinnere mich daran, dass ich morgens dasaß und mich fragte, ob ich jemals wieder unbeschwert durch den Park laufen würde.

An eine Orthese hätte ich nie gedacht

Schließlich empfahl mir mein Orthopäde die DONJOY LumboForce 2-Orthese. Ehrlich gesagt – ich war zunächst skeptisch. Aber natürlich probierte ich die Orthese trotzdem aus.

Gleich nach dem Anlegen spürte ich etwas, das ich lange vermisst hatte: Halt!

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Woche 1 und 2 mit Orthese: Erste vorsichtige Schritte

In den ersten Tagen mit der LumboForce 2 ging es vor allem darum, überhaupt wieder aufzustehen, ohne dass sich alles in mir verkrampfte. Die Orthese saß fest, aber nicht einengend, und gab meinem unteren Rücken genau die Unterstützung, die ich brauchte, um mich vom Bett zum Sessel zu bewegen. Kurze Wege durch die Wohnung – zur Küche, zum Bad – waren anfangs schon eine kleine Leistung. Das erste Mal Aufstehen, ohne mich irgendwo abstützen oder festhalten zu müssen, empfand ich als Erfolgserlebnis.

 

Selbst das Sitzen war eine Herausforderung. Doch die LumboForce 2 gab mir auch dabei spürbar Führung. Die Zuggurte ließen sich so anpassen, dass ich meinen unteren Rücken je nach Bedarf etwas fester stabilisieren konnte. Am Abend, wenn ich die Orthese vor dem Zubettgehen auszog, spürte ich deutlich den Unterschied und sie fehlte mir. Sie war fast so etwas wie eine Freundin geworden, eine zweite, stärkende Haut, die mich den ganzen Tag unterstützt hatte.

Woche 3 und 4 mit Orthese: Erste kleine Spaziergänge

Als sich mein Körper an die Orthese gewöhnt hatte, wagte ich mich langsam nach draußen. Erst waren es nur ein paar Meter bis zum Gartentor, dann kleine Runden um den Block. Die LumboForce 2 schenkte mir bei jedem Schritt ein Gefühl von Sicherheit, das mir den Mut gab, täglich ein bisschen mehr auszuprobieren. In dieser Phase begann ich auch, leichte Hausarbeiten wieder selbst zu übernehmen – zum Beispiel Staubwischen im Stehen und das Abtrocknen von Geschirr.

donjoy lumbo force 2 frau laechelnd gemuese in der kueche schneidend

Monat 2 mit Orthese: Rückkehr zum Alltag

Mit der Zeit konnte ich mehr und mehr Dinge tun, an die zuvor nicht zu denken gewesen war. Ich kochte wieder selbst und unternahm kurze Autofahrten. Bei letzterem war ich anfangs besonders unsicher gewesen. Ich hatte Bedenken wegen des Ein- und Aussteigens und des langen Sitzens in einer Position. Doch mit der LumboForce 2 gelang das Ein- und Aussteigen meist gut und auch während der Fahrt selbst gab mir die Stützwirkung ein beruhigendes Gefühl, gerade bei kleinen Erschütterungen auf holprigen Straßen.

 

Das Tragen der Orthese wurde für mich so selbstverständlich, dass ich sie teilweise beinahe vergaß. Aber sobald ich länger stand oder etwas Schwereres tragen musste, wie eine gefüllte Einkaufstasche, so merkte ich sofort, wie wichtig der zusätzliche Halt für mich noch immer war.

Monat 3 mit Orthese und darüber hinaus: Vertrauen in den eigenen Körper

Es dauerte lange, aber langsam kehrte das Vertrauen in meinen Körper und in meinen Rücken zurück. Ich bewegte mich bewusster und achtete sehr auf eine gesunde Körperhaltung. Nach und nach fand ich zurück zu einem selbstbewussten Umgang mit meinem Körper. Ich saß nicht mehr überwiegend zu Hause, sondern begann wieder Ausflüge mit Freunden zu unternehmen und genoss das sehr. Die ständige innere Anspannung, die Angst vor den Schmerzen, war weg.

Ich habe viel gelernt

Der Bandscheibenvorfall hat sich inzwischen zurückgebildet. Die LumboForce 2 trage ich auch heute noch – immer dann, wenn ich meine Lendenwirbelsäule unterstützen will. Heute gehe ich anders durch meinen Alltag als vor dem Sturz. Bewusster. Dafür bin ich dankbar. Ich kenne meinen Rücken jetzt besser und kräftige seine Muskulatur mit regelmäßigen Übungen. Ich habe ein ganz neues Körpergefühl bekommen.

Die geschilderten medizinischen Sachverhalte sind nicht oder nur bedingt als Ratschläge oder Empfehlungen zu verstehen und ersetzen in keinem Fall den Besuch bei einem Arzt, in einem Sanitätshaus oder die eigene sorgfältige Recherche. Für die Inhalte verlinkter Internetseiten sind ausschließlich die jeweiligen Betreiber bzw. Verfasser verantwortlich. Veröffentlichte Bilder stellen das Eigentum des Verfassers dar. Zwecks optimierter Lesbarkeit wird in der Regel die männliche Form verwendet. Die weibliche Form ist dabei selbstverständlich – wenn sinnvoll – eingeschlossen.

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