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Blutzucker messen ohne Stechen: FreeStyle Libre und Co.

Aktualisiert am 19.02.2026 |
10 Min. Lesezeit
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Einleitung

Allein in Deutschland leben rund 6,7 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus – die Tendenz ist steigend. An Diabetes leidet, so der gebräuchliche Richtwert, wessen HbA1c-Wert (der Langzeit-Blutzuckerwert) über 6,5 % oder 48 mmol/mol liegt. Diabetiker müssen regelmäßig ihren Blutzucker messen, um ihre Werte zu kontrollieren und ihre Insulindosis anzupassen. Je nach Diabetes-Typ kann die Häufigkeit variieren, oft muss dies jedoch mehrmals täglich geschehen. Da ist es eine große Erleichterung, den Blutzucker messen zu können, ohne sich jedes Mal in den Finger stechen und mit Teststreifen und Messgerät hantieren zu müssen. Erfahre hier, welche Möglichkeiten es gibt und worin die Unterschiede liegen:

Das Wichtigste in Kürze
  • Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu einem dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel führt, entweder weil der Körper zu wenig Insulin produziert oder weil der Körper das Insulin nicht richtig nutzen kann (Insulinresistenz).

  • Diabetiker müssen regelmäßig ihren Blutzucker messen, um ihre Werte zu kontrollieren und ihre Insulindosis anzupassen. Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung sind dabei eine große Hilfe. Sie liefern kontinuierliche, sehr zuverlässige Werte und können individuelle Alarme auslösen.

  • Der HbA1c-Wert bezeichnet den sogenannten Langzeit-Blutzuckerwert. Er gibt bei Diabetikern Aufschluss darüber, wie gut der Blutzucker eingestellt ist. Eine gute Einstellung ist wichtig, um das Risiko möglicher Langzeitfolgen zu verringern.

  • Neben einer gut eingestellten Therapie sind ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung bei Diabetes die Hauptfaktoren, um den Blutzucker im Gleichgewicht zu halten.

Was ist kontinuierliche Glukosemessung (CGM)?

Die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) ist eine Methode, bei der ein kleiner Sensor unter der Haut alle paar Minuten den Glukosewert in der Gewebeflüssigkeit misst. Auf diese Weise entsteht ein detaillierteres und umfassenderes Bild des Stoffwechsels, als dies durch einzelne Stichmessungen (Stechen in den Finger) möglich ist. So zeigt die kontinuierliche Glukosemessung beispielsweise Trends und Entwicklungen auf. Einige CGM-Systeme können außerdem mit Insulinpumpen verbunden werden, um die Insulinabgabe automatisch zu steuern. Dies ist besonders hilfreich für Menschen, die an einem Typ-1-Diabetes leiden, da der Blutzucker kontinuierlich gemessen wird und Schwankungen in Echtzeit aufgezeigt werden. Auf diese Weise kann die Insulinzufuhr sehr genau angepasst und eine drohende Unterzuckerung (Hypoglykämie) oder Überzuckerung (Hyperglykämie) frühzeitig erkannt, über einen Alarm angezeigt und im Idealfall vermieden werden.

Wichtiger Hinweis: Ein Typ-2-Diabetes (die häufigste Form des Diabetes) verläuft meist lange symptomarm oder wird begleitet von sehr unspezifischen Symptomen wie zum Beispiel starkem Durst (Polydipsie), vermehrtem Wasserlassen (Polyurie), Müdigkeit, Schwäche und trockener Haut. Begünstigt wird der Typ-2-Diabetes durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung, Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung. Unbehandelt kann ein Diabetes Typ 2 zu schweren Folgeerkrankungen an Herz, Augen, Nieren und Nerven führen. Stellst du Anzeichen eines Diabetes bei dir fest, solltest du unbedingt zeitnah einen Arzt aufsuchen. Eine Blutuntersuchung bringt in der Regel Gewissheit.

 

Folgendes sind die Unterschiede zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2:

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen zerstört, was zu einem absoluten Insulinmangel führt. Diabetes Typ 2 hingegen entsteht durch Insulinresistenz (Zellen reagieren schlecht auf Insulin) und/oder unzureichende Insulinproduktion, oft begünstigt durch Lebensstilfaktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel.

Prädiabetes, eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes, bei der die Blutzuckerwerte erhöht sind, aber noch nicht die Diagnosewerte für Diabetes erreichen, bleibt oft lange unentdeckt, da die Symptome sehr unspezifisch sind. Anzeichen wie Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Heißhunger, schlechte Wundheilung, trockene Haut, häufiges Wasserlassen oder verstärkter Durst treten oft erst bei stärker erhöhtem Blutzucker auf und setzen schleichend ein. Einem Typ 2-Diabetes vorbeugen kannst du in vielen Fällen durch eine ausgewogene Ernährung (wenig Zucker, kein Fast Food, viel Gemüse/Vollkorn), regelmäßige Bewegung (täglich mindestens dreißig Minuten Ausdauer- und Kraftsport), Gewichtsreduktion, ein gutes Stressmanagement sowie Verzicht auf Alkohol und Rauchen.

Anders als bei einem Typ-2-Diabetes setzen bei einem Typ-1-Diabetes die Symptome oft plötzlich mit starken Beschwerden ein. Typische Symptome bei einem Diabetes Typ 1 sind unerklärlicher Gewichtsverlust, Leistungsschwäche, Antriebslosigkeit sowie ein deutlicher Acetongeruch des Atems.

FreeStyle Libre: Vorteile der Blutzuckermessung ohne Stechen

Das Blutzuckermessen ohne Stechen hat eine ganze Reihe von Vorteilen. So bietet die FreeStyle Libre-Methode für Diabetiker sowohl größere Sicherheit als auch mehr Komfort. Die Methode ermöglicht es, Schwankungen besser und frühzeitig zu erkennen. Auf diese Weise kann zum Beispiel einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) – auch nachts – besser vorgebeugt werden. Durch direkte Rückmeldung zu Ernährung und Bewegung wird die Selbststeuerung erleichtert, was in vielen Fällen helfen kann, den HbA1c-Wert langfristig zu senken. Aber auch gesunden Menschen ermöglicht es die FreeStyle Libre-Methode, ihren Stoffwechsel besser zu verstehen.

 

Hier die wichtigsten Vorteile der Blutzuckermessung ohne Fingerstechen im Überblick:

  • Der Blutzuckerverlauf wird nahezu lückenlos erfasst (alle ein bis fünf Minuten). Es werden Trends und Schwankungen sichtbar, die bei einer Fingerstichmessung unerkannt blieben.

  • Bei drohender Unter- oder Überzuckerung wird ein Alarm ausgelöst (übrigens auch bei Signalverlust). Dies ist insbesondere für Insulinpflichtige wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.

  • Die kontinuierlichen Werte ermöglichen eine bessere Abstimmung von Mahlzeiten, Bewegung und Insulin.

  • FreeStyle Libre unterstützt moderne Insulinpumpen (AID-Systeme) und gibt Ärzten eine umfassende Basis für Anpassungen.

  • Schmerzhafte Fingerstiche sind nicht mehr oder nur noch selten notwendig.

 

Übrigens: Der FreeStyle Libre-Sensor wird ausschließlich an der Rückseite des Oberarms angebracht, da dies die vom Hersteller freigegebene und klinisch getestete Stelle für präzise Glukosemessungen ist. Wähle für die Platzierung eine glatte, straffe Hautstelle ohne Narben, Muttermale, Dehnungsstreifen oder Schwellungen, reinige sie gründlich mit Wasser und Alkohol und lass sie an der Luft trocknen, bevor du den Sensor mit dem Applikator anbringst. Der kleine, flexible Sensor fädelt ein Filament (meist ein dünner Faden) unter die Haut und wird mit einem Klebepad fixiert. Der Vorgang ist in der Regel schmerzfrei oder zumindest wenig schmerzhaft.

Den HbA1c-Wert überwachen: Tipps

Es ist sehr wichtig, dass der HbA1c-Wert (auch Langzeitzucker oder Langzeitzuckerwert genannt) regelmäßig kontrolliert wird. Er zeigt den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten zwei bis drei Monate an, indem er misst, wie viel Zucker (Glukose) sich an das Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) in den roten Blutkörperchen gebunden hat. Der Langzeitzucker ist ein wichtiger Wert zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Diabetes. Ist dein Diabetes gut eingestellt, so verringert dies das Risiko möglicher Langzeitfolgen.

So kannst du deine Werte überwachen:

Regelmäßige Messungen finden in der Regel alle drei Monate beim Arzt statt. Diese sollten ergänzt werden durch eine persönliche Dokumentation deiner Blutzuckerwerte (in Apps oder Notizbüchern). Die Messungen sollten konsequent mehrmals täglich und möglichst zur gleichen Zeit durchgeführt werden. So kann der Zusammenhang zwischen deinem Blutzuckerwert, deiner Ernährung, deiner Bewegung und deinem Stresslevel dargestellt und verstanden werden.

Gut zu wissen:

  • Achte darauf, dass deine Hände bei der Messung sauber sind, damit der gemessene Wert nicht verfälscht wird.

  • Besprich mit deinem Arzt deine persönlichen Zielwerte.

  • Optimiere deinen Lebensstil entsprechend durch eine Anpassung von Ernährung, Bewegung und Stresslevel.

Blutzuckermessgeräten ohne Stechen: Diese Wahl hast du!

Blutzuckermessgeräten ohne Stechen: Diese Wahl hast du!

Wenn du deinen Blutzucker ohne Stechen messen willst, so kannst du zwischen unterschiedlichen Systemen wählen, die meist auf der kontinuierlichen Glukosemessung beruhen. Die Systeme sind in der Regel minimal-invasiv, da ein kleiner Sensor unter die Haut gesetzt wird. Welches System für dich am besten geeignet ist, hängt stark von persönlichen Präferenzen und der Art des Diabetes ab. Lass dich ausführlich von deinem Arzt dazu beraten. Hier eine Auswahl beliebter Systeme:

FreeStyle Libre 3

  • Ein kleiner Sensor wird am Oberarm getragen und misst den Glukosewert in der Gewebeflüssigkeit. Die Glukosewerte sind jede einzelne Minute automatisch und ohne Scannen auf deinem Smartphone oder Lesegerät einsehbar.

  • Der Sensor hält durchschnittlich vierzehn Tage.

  • Das Messsystem ist sowohl für Menschen mit Typ-1- als auch mit Typ-2-Diabetes geeignet. Es ist freigegeben für Kinder ab 4 Jahren, Erwachsene und Schwangere.

  • FreeStyle Libre 3 wird von vielen gesetzlichen Krankenkassen übernommen, insbesondere bei Typ-1- oder Typ-2-Diabetes mit intensivierter Insulintherapie. Allerdings muss FreeStyle Libre 3 beantragt werden, da es als Hilfsmittel gilt. Du benötigst ein Rezept deines Arztes, das du bei Abbott (Hersteller) einreichen musst, um die Kostenübernahme zu beantragen. Die Kassen rechnen dann meist direkt ab. Gesetzlich Versicherte zahlen für das FreeStyle Libre 3 in der Regel bis zu 10 Euro pro Monat für die Sensoren und einmalig meist derzeit durchschnittlich 5,99 Euro für ein Lesegerät. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Befreiung von einer Zuzahlungspflicht möglich, sie muss jedoch bei der Krankenkasse beantragt werden.

Dexcom G6/G7

  • Auch hier wird ein kleiner Sensor unter der Haut (meist am Oberarm) platziert. Er misst alle fünf Minuten den Glukosewert und sendet diesen drahtlos an ein Empfangsgerät (Smartphone/Smartwatch), um Trends und Warnungen bei zu hohen oder zu niedrigen Zuckerwerten zu geben.

  • Das G7 ist deutlich kleiner als das G6 und benötigt eine kürzere Aufwärmzeit.

  • Die Sensoren halten zehn Tage (G6) beziehungsweise zehn bis zwölf Tage (G7).

  • Das System ist für alle Diabetes-Typen zugelassen, einschließlich Typ-1-Diabetes, Typ-2-Diabetes und Schwangerschaftsdiabetes.

  • In vielen Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Dexcom G6/G7, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dazu gehören eine ärztliche Verordnung sowie die Notwendigkeit der Erfüllung spezieller Therapieziele. Immer mehr Krankenkassen (wie KKH, DAK) übernehmen die Kosten für Dexcom G6/G7, auch für Typ-2-Diabetiker, die Insulin spritzen.

Medtronic Guardian Connect/Guardian 3

  • Ein kleiner, flexibler Sensor wird mit einer Einführhilfe unter die Haut (meist am Oberarm) platziert, wo er in die Gewebeflüssigkeit eintaucht. Der Sensor sendet die Glukosewerte alle fünf Minuten an einen Transmitter, der die Messdaten drahtlos (Bluetooth) an ein Smartphone, an die Guardian Connect-App oder an eine gekoppelte Insulinpumpe weitergibt.

  • Angezeigt werden das Glukoselevel und Trendpfeile. Alarme bei Über- oder Unterzuckerung sind individuell einstellbar. Wichtig: Da der Sensor Gewebeflüssigkeit misst, gibt es eine leichte Verzögerung (bis zu 10 Minuten) im Vergleich zu Blutzuckermessungen per Fingerstich, besonders bei starken Glukoseänderungen.

  • Der Sensor kann bis zu sieben Tage getragen werden, bevor er gewechselt werden muss.

  • Guardian Connect ist für Smartphone-Nutzer gedacht, während der Guardian 3-Sensor oft Teil eines integrierten Systems mit Insulinpumpe ist.

Eversense

  • Eversense verwendet einen kleinen, unter die Haut implantierten Sensor, der bis zu sechs oder je nach Modell sogar zwölf Monate einsatzfähig ist und den Glukosewert misst. Dadurch entfällt die Notwendigkeit häufiger Sensorwechsel, es kommt zu weniger Hautirritationen und die Genauigkeit ist im Vergleich zu Kurzzeitsystemen besser. Probleme mit Druck auf dem Sensor werden vermieden, die bei anderen Systemen gelegentlich zu falschen Werten führen können.

  • Der sehr kleine Sensor wird von einem Arzt eingesetzt (meist unter die Haut des Oberarms), ein Vorgang, der nur wenige Minuten dauert und lediglich zwei Arztbesuche pro Jahr erfordert (Einsetzen und Entfernen).

  • Ein wiederaufladbarer Transmitter wird täglich über dem Sensor auf die Haut geklebt. Er sendet die Glukosewerte via Bluetooth an dein Smartphone.

  • Die Eversense-App zeigt Echtzeit-Glukosewerte, Trends und Verlaufsdiagramme an und ermöglicht individuell einstellbare Alarme für hohe oder niedrige Werte.

  • Eversense eignet sich für Menschen (ab 18 Jahren) mit Typ-1-Diabetes oder insulinpflichtigem Typ-2-Diabetes.

  • Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für das Eversense CGM-System. Eine ärztliche Verordnung mit medizinischer Indikation (meist insulinpflichtiger Diabetes mit intensivierter Insulintherapie oder Insulinpumpe) ist aber zwingend notwendig.

Darüber hinaus befinden sich derzeit diverse komplett nicht-invasive Geräte ohne jegliche Hautdurchdringung in der Forschungs- und Entwicklungsphase. Sie sind aber in den meisten Fällen noch nicht regulär verfügbar. Diese gehören dazu:

GlucoWise

Es wird Radiowellen-Technologie zur Messung durch die Haut genutzt. Das System ist noch nicht auf dem breiten Markt verfügbar.

Diverse Smartwatch-Projekte

Verschiedene Hersteller arbeiten an optischen Sensoren. Es gibt jedoch bisher keine zugelassenen, zuverlässigen Produkte für den breiten Markt.

Vergleich von FreeStyle Libre mit anderen CGM-Systemen

FreeStyle Libre 3

Funktionsweise:

  • kontinuierliche Messung durch einen kleinen Sensor am Oberarm (bis zu 15 Tage mit FSL 3 Plus); automatische, drahtlose Übertragung an die FreeStyle Libre 3 App auf dem Smartphone (Reichweite bis zu zehn Meter)

Vorteile:

  • Echtzeit-Informationen (Werte und Trends, Geschwindigkeit der Veränderungen)

  • Alarme individuell einstellbar

  • Notizen können hinzugefügt werden.

  • (nahezu) schmerzfreies Anbringen des Sensors zu Hause.

  • Werte können mit Angehörigen und Ärzten geteilt werden (LibreLinkUp, LibreView).

  • kann beim Duschen, Schwimmen und Sport getragen werden.

 

Nachteile

  • In den ersten 24 Stunden kann es zu Datenlücken oder verzögerten Trendpfeilen kommen.

  • Sensoren müssen alle 14 (Standard) oder 15 Tage (Plus) gewechselt werden.

  • Werte können von Fingerstichmessungen abweichen.

  • Die App ist nur mit kompatiblen Smartphones und Betriebssystemen nutzbar.

 

Dexcom G6/G7

Funktionsweise:

  • Echtzeitübertragung der Glukosewerte alle fünf Minuten automatisch ans Smartphone/Empfänger

 

Vorteile:

  • kontinuierliche Echtzeitdaten ohne scannen

  • sehr gute Alarmfunktionen (Hypo-/Hyperglykämie)

  • Integration mit Insulinpumpen möglich (Closed-Loop-Systeme)

  • Teilen der Daten mit Angehörigen möglich

  • G7: Noch kleinerer Sensor, schnellere Aufwärmzeit (30 Min.)

 

Nachteile:

  • teurer als FreeStyle Libre 3

  • G6 benötigt gelegentlich Kalibrierung (G7 nicht mehr)

  • kürzere Tragedauer als Libre 3 (zehn Tage)

 

Medtronic Guardian Connect/Guardian 3

Funktionsweise:

  • Echtzeit-CGM mit kontinuierlicher Datenübertragung

 

Vorteile:

  • gute Integration mit Medtronic-Insulinpumpen

  • prädiktive Alarme (warnt vor drohenden Über-/Unterzuckerungen)

  • Tragedauer von sieben Tagen

 

Nachteile:

  • benötigt regelmäßige Kalibrierung (2× täglich mit Blutzuckermessung)

  • ist weniger benutzerfreundlich als Dexcom oder Libre 3

  • ist in Europa noch weniger verbreitet

 

Eversense

Funktionsweise:

  • implantierbarer Sensor unter der Haut, externer Transmitter auf der Haut

 

Vorteile:

  • sehr lange Tragedauer (bis zu sechs Monate, je nach Modell sogar zwölf Monate)

  • kein regelmäßiger Sensorwechsel nötig

  • Vibrationsalarme am Transmitter

 

Nachteile:

  • chirurgischer Eingriff zum Einsetzen/Entfernen nötig

  • tägliche Kalibrierung erforderlich

  • in Deutschland weniger verbreitet

Fazit

Viele Diabetiker müssen ihre Glukosewerte engmaschig kontrollieren, insbesondere, um ihre Insulindosis anzupassen. Da ist es für alle Betroffenen eine große Erleichterung, dass es inzwischen CGM-Systeme für eine kontinuierliche Glukosemessung gibt, die ihnen das ständige Fingerstechen ersparen, zugleich zuverlässige Werte liefern und bei drohender Über- oder Unterzuckerung sogar Alarm schlagen. Diese Möglichkeiten bedeuten für alle Betroffenen einen großen Zugewinn an Lebensqualität und zudem ein sehr hohes Maß an Sicherheit.

Oft gefragt

Mitarbeiterin bei joviva, Karin Pütz, Content Writerin
Karin Pütz
Medical Writerin
Autor

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